Den vierten Sieg in Folge haarscharf verpasst

Tim Scheerbarth hat beim Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring den Sieg in der Klasse SP10 knapp verpasst. Nach einer starken Vorstellung des 30-Jährigen und seiner Teamkollegen bei stets wechselnden Wetterbedingungen sorgte eine Kollision kurz vor Schluss für einen Beinahe-Ausfall seines #162 IDENTICA Mercedes-AMG GT4. Trotz des resultierenden Reifenschadens schaffte es der jedoch AMG zurück an die BLACK FALCON Box und konnte das Rennen nach einer schnellen Reparatur fortsetzen, um am Ende der sechsstündigen Renndistanz noch als Klassen-Vierter gewertet zu werden. Damit führen Scheerbarth und seine Teamkollegen Tobias Müller und Tristan Viidas weiterhin die SP10-Meisterschaft an.

„Man kann nicht jedes Rennen gewinnen“, sagte Scheerbarth nach dem Rennen. „Bis zur Kollision lief es für uns jedoch sehr gut und wir lagen mehr oder weniger ungefährdet in Führung. Wir hatten eine Menge Glück im Unglück, mit ein wenig Pech wären wir gar nicht ins Ziel gekommen, das war eine knappe Kiste – zum Glück kann der AMG GT4 eine Menge ab. Dank Platz vier haben wir nicht so viele Punkte verloren und führen weiterhin, wenn auch nur sehr knapp, die Meisterschaftswertung an.“ Im morgendlichen Zeittraining kämpften die 148 Teilnehmer des Sechs-Stunden-Rennens mit schwierigen Bedingungen bei zwischenzeitlichem Starkregen. „Ich bin im Qualifying als einer der Ersten auf die Strecke und war teilweise im Blindflug unterwegs – je nach Abschnitt lag die Strecke in dichten Nebelschwaden. Wir sind damit relativ gut zurechtgekommen und haben uns die Poleposition in der SP10 gesichert.“

Im Rennen übernahm Scheerbarth als zweiter Fahrer das Steuer des IDENTICA AMG GT4. „Als ich ins Auto gestiegen bin, lagen wir nahezu gleich auf mit dem Zweitplatzierten. In meinem Stint gab es rund um die Strecke eine Menge Gelb- und Code-60-Phasen, teilweise wurden Leitplanken repariert, sodass es schwer war, einen richtigen Rhythmus zu finden. Dennoch gelang mir das besser als meinem Verfolger. Ich konnte mich etwas absetzen und uns einen Vorsprung herausfahren, ehe ich den AMG nach acht Runden wieder übergeben habe. Vielen Dank ans Team für das gut vorbereitete Auto und an meine Teamkollegen für die starke Leistung – manchmal soll es einfach nicht sein. Beim nächsten Rennen (07.09.) greifen wir auf jeden Fall wieder voll an!